NR.16
Stadtrundgang
(2 ½ Stunden circa)
Treffpunkt mit der Fremdenfuehrerin vor Porta Romana, eines von den zwei Stadttoren, das auch der suedoestliche Eingang der Stadt ist und frueher ein Teil der Via Romea oder Francigena war. Wir folgen nach links dem Fussweg entlang der Stadtmauer und sofort vor uns liegt der Wachturm Testaforte, einer von den vier mittelalterlichen Wachtuermen der Stadt.
Von hier aus hat man eine schoene Aussicht auf die Altstadt und neben uns entwickelt sich ein Teil der Cittadella, auch Festung Firmafede genannt. Es handelt sich um eine maechtige viereckige Festung, gewollt von Lorenzo dei Medici und gebaut auf den Ueberresten einer frueheren Pisanischen Festung aus dem XIII Jhr. deren Name naemlich Firmafede war. Wenn wir aber heraufsehen, direkt vor uns auf einem Huegel erhebt sich noch eine andere Festung. Es geht um die Festung Sarzanello und sie ist ein bemerkenswertes Beispiel von militaerischen Befestigungen aus dem Mittelalter.
Waehrend wir durch die schmalen Gassen, vorbei an mittelalterischen Wehrmauern und Palaesten aus dem XVII Jhr spazieren, lassen wir die historischen und politischen Ereignisse und Entwicklungen der Stadt wiederaufleben. Sarzana war naemlich die wichtigste Stadt des Magratals. Gelegen an der Kreuzung der Via Romea und Aurelia befand sich Sarzana in einer idealen Lage, geschuetzt vor den zahlreichen Einfaellen vom Meer her und umgeben von flachem Land, das natuerlich geeignet fuer die Landwirtschaft war. Die Stadt wurde vor dem Jahr Tausend auch Bischofssitz, deswegen kann man sagen, sie sei die richtige Nachfolgerin von Luni, der roemischen Kolonie.
Wir gehen duch das Stadtzentrum und wir schauen die wichtigsten und bemerkenswerten Gebaeude an: die Kathedrale von S.Maria Assunta, die Pfarrkirche von S.Andrea, die Palaeste aus dem XVII und XVIII Jhr. mit schoenen gemeisselten Fassaden. Ganz oft sehen wir auch Inschriften, die uns an die zahlreichen historischen und prominenten Persoenlichkeiten erinnern, die in Sarzana geboren wurden und wohnten. Zwischen Palaesten und Kirchen verbirgt Sarzana aber auch unbekannte Geschichten und Geheimnisse wie z.B. um eine Stange, vielleicht ein Teil von einem Speer, der aus der Fassade der Kathedrale heraussteht. Oder eine von Schwerterm und Hellebarden durchgebrochene Saeule; das Haus, das den Vorfahren von Napoleon gehoerte, in dem die Koenigin Maria Luigia schlief; der Palast, in dem Carlotta Bonaparte starb und mehrere Geheimnisse, die mit ihr zu tun haben: ein geheimer Sohn und ein Ring, der noch heutzutage in einem Haus in Sarzana aufbewahrt ist.
Unser Stadtrundgang endet mit der Besichtigung der Kathedrale von S. Maria. Es scheint, als wuerde die maechtige Fassade aus weissem Carrara-Marmor uns einladen hereinzukommen, um die toskanischen Skulpturen aus Marmor, mehrere bemerkenswerte Gemaelde von beruehmten Malern wie Fiasella, Solimena, Piaggi und das hoelzerne und datierte Kruzifix von Mastro Guglielmo zu bewundern. Wir denken noch kurz an die Koenigin Maria Luigia zurueck: ob sie eigentlich wusste, dass die zwei Turmhaeuser, die sie von ihrem Fenster sah, den Vorfahren von ihrem Mann Napoleon Bonaparte gehoerten? Leute aus Sarzana sagten ihr bestimmt Bescheid, dass vor einigen Jahrhunderten irgend so ein Typ, Francesco Bonaparte genannt, nach Ajaccio umzog, und von seinen Nachkommen wurde dann Napoleon geboren.
Fuer weitere Informationen und spezielle Ausfluege stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfuegung.